Der Pudel hat eine lange zurückreichende Geschichte. Seine konkrete Herkunft konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Bereits vor 2.000 Jahren werden Hunde mit den typischen Merkmalen (gelocktes, üppiges Haarkleid und die Liebe zum Wasser) dargestellt. In der Geschichte seiner Ahnen taucht ein Wasserhund auf, der im 6. Jahrhundert von Nordafrika auf die spanische Halbinsel gebracht wurde und sich von dort aus in Europa immer weiter verbreiterte.
Im Mittelalter wurde er auf dem europäischen Festland bevorzugt für die Wasserjagd eingesetzt. Hierfür entstand auch die bis heute bekannte Schur mit dem kurzgeschorenen Hinterteil und den Pompons an den unteren Beingelenken. Die so gekürzten Haare erleichterten ihm das Schwimmen.
Über die Jahrhunderte entwickelte sich dieser intelligente, gelehrige und menschenfreundliche Hund zu einem beliebten Begleit- und Familienhund. Er wird in vier Größen unterschieden, die auch von der FCI (größter internationaler Dachverband für das Hundewesen) so geführt werden. Für die Ermittlung der Größenzugehörigkeit wird die Schulterhöhe gemessen.
Toypudel: bis unter 28 cm
Zwergpudel: 28 bis 35 cm
Kleinpudel: über 35 bis 45 cm
Großpudel: über 45 bis 60 cm

Es gibt den Pudel über alle Größen hinweg in den fünf FCI-anerkannten Farben: schwarz, weiß, braun, grau und fawn. Weiße Flecken sind bei den einfarbigen Hunden nicht erlaubt. Für die Neufarben (schwarz-lohfarben und schwarz-weiß-gescheckt) gibt es noch keine FCI-Anerkennung.
Der Pudel hat einen harmonischen Körperbau mit guten Proportionen zwischen Höhe und Länge. Er zeigt ein geschmeidiges Gangwerk, das seine anmutige Ausstrahlung sehr gut zur Geltung bringt.
Die dunklen und mandelförmigen Augen gehören dazu und spiegeln seine Intelligenz und seine Verlässlichkeit wider.
Sie sind kinderlieb, einfallsreich und sehr charmant. Sie sind unzweifelhaft Meister im „Ums Pfötchen wickeln“ und sind der ideale Anfängerhund.
Zu den angenehmen Eigenschaften des Pudels gehört seine Stubenreinheit, seine gute Gesundheit, seine Aufmerksamkeit und seine ungewöhnlich starke Menschenbezogenheit. Diese zeigt sich immer wieder in seiner Fähigkeit, die Stimmung seines Menschen zu erkennen und sich daran anzupassen.
Pudel lieben es zu lernen, sie sind begeisterte Schüler. Dabei sind sie Allrounder und lassen sich gerne für Trickdog, Dog Dancing, Agility und vieles mehr begeistern. Sie können sehr gut nachahmen und bieten gerne von sich aus das eine oder andere Kunststück an. Hier hilft es, ihn zu beobachten und seine Angebote zu erkennen und zu fördern.
Auch als Blinden-, Assistenz oder Rettungshunde können Pudel ausgebildet und eingesetzt werden. Selbst die Ausbildung als Schutzhund können sie erfolgreich absolvieren.
Hundesport und Pudel sind eine exzellente Kombination. Sie sind vielseitige Hunde und wissen sinnvolle Beschäftigung sehr zu schätzen. Seiner Spielfreude und seinem neugierigen Verstand kommen alle Herausforderungen zum Lernen entgegen.
Da der Pudel sich gerne schnell bewegt, ist Agility ein Hundesport, der ihm viel Freude bereitet. Du kannst mit ihm aber auch an einem Pudelrennen (werden von den Rasseclubs gerne im Sommer veranstaltet) teilnehmen.
Zum Pudel gehört auch, dass er sich ausgezeichnet mit anderen Hunden oder mit anderen Haustieren verträgt. Für Menschen, egal ob alleinstehend oder als Familie, ist er durch sein Einfühlungsvermögen und mit seinem Charme ein hervorragender Begleiter. Da es ihn in verschiedenen Größen gibt, passt er in fast alle Wohnverhältnisse, sofern man sich genügend Zeit für seine Bewegung und Beschäftigung nimmt. Er will normalerweise kein verhätschelter Schoßhund sein. Er ist aber immer ein Hund mit viel Potenzial zum Knuddeln und Schmusen.
Zur Schönheit des Pudels gehört die Pflege seines lockigen und charakteristischen Haarkleides. Er muss regelmäßig gebürstet und gekämmt werden. Wird dies vernachlässigt, entstehen schnell Filzstellen, die sein Wohlbefinden beeinträchtigen und nicht leicht zu beseitigen sind. Im Gegenzug haart ein Pudel nicht und Du hast keine herumfliegenden Haare in der Wohnung oder auf Deiner Kleidung.
Eine Schur sollte der Pudel alle 6 bis 8 Wochen bekommen. Es gibt verschiedene Frisuren. Die gängigste ist die Modeschur. Dabei wird der Rücken, der Hals und das Gesicht kurz geschoren. Vom Körper gibt es einen fließenden Übergang zu den Hosen an den Beinen. Diese Schur ist besonders pflegeleicht und gibt dem Pudel eine harmonische und etwas sportliche Silhouette. Pudel lösen so gut wie nie eine Hundehaarallergie aus. Ihre Haare sind anders als das „normale“ Fell von Hunden.
Der Pudel wünscht sich eine artgerechte Haltung, regelmäßigen Auslauf und eine ausgewogene Ernährung. Wenn Du dann noch auf die Impfungen achtest und seine Krallen, Ohren und Zähne pflegst, wird er Dich bis ins hohe Alter mit seiner Fitness erfreuen.

