Kleines Energiebündel mit Charme und Humor, so lässt sich ein Mops charakterisieren. Der Vierbeiner mit dem niedlichen Gesichtsausdruck möchte am liebsten immer an deiner Seite sein.
Historie der Rasse
Im fernen Asien, an Chinas Kaiserhof, war die Zucht von Hunden ein populärer Zeitvertreib. Bereits 400 Jahre v. Chr. entstand so der kleine und charmante Mops mit den ganz besonderen Gesichtszügen. Die niedlichen Vierbeiner waren geschätzte Schoßhunde am Kaiserhof, aber auch Glücksbringer.
Die Zuneigung der Adeligen zu ihren neuen tierischen Begleitern ging so weit, dass diese eine eigene Leibwache und Diener bekamen.
Wer die Gunst des Kaisers erwarb, konnte darauf hoffen, als Zeichen besonderen Dankes einen Mops geschenkt zu bekommen.
So wurden diese Vierbeiner allmählich nicht nur unter Adligen zu häufigen Schoßhunden. Sie hielten auch Einzug in Klöster.
Ab dem 15. Jahrhundert gelangten die ersten Möpse über Russland nach Europa.
Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich ihre Popularität über Holland in ganz Europa.

Aussehen und körperliche Merkmale
Hunde dieser Rasse werden bis zu 35 cm groß und haben einen gedrungenen Körperbau. Sie wiegen zwischen 6 und 9 kg.
Typisch ist das faltige, zerknautschte Gesicht.
Möpse gibt es mittlerweile in zahlreichen Fellfarben, sie reichen von Silber über Apricot bis zu Fahlgelb oder Schwarz.
Charakter der Hunderasse
Aus der Historie geht hervor, was der ehemalige Schoßhund schätzt: So viel Zeit wie möglich mit seinem Menschen zu verbringen. Dabei will er nicht nur dein unsichtbarer Begleiter sein, sondern am liebsten im Mittelpunkt stehen.
Das heißt nicht, dass der Mops laut oder unangenehm um deine Aufmerksamkeit bettelt. Das hat er auch gar nicht nötig. Sein Charme, gepaart mit Humor und einem hohen Bedürfnis an Streicheleinheiten, lässt ihm die Herzen zufliegen.
Bei aller Anhänglichkeit haben diese Hunde aber durchaus auch ihren eigenen Kopf. Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, dann kann dein Mops auf stur schalten. Mit liebevoller Zuwendung und etwas Geduld bekommst du den kleinen Trotzkopf jedoch wieder besänftigt.
Das passende Zuhause
Der Mops eignet sich hervorragend für Personen, die ihren verbeinigen Begleiter ständig um sich haben möchten. Ob Haus mit Garten oder kleine Wohnung, solange er seine Menschen um sich hat, ist der Mops glücklich.
Aufgrund ihrer Anhänglichkeit sind Hunde dieser Rasse treue Begleiter für rüstige Senioren. Sie fühlen sich jedoch auch bei jungen Singles und Paaren wohl oder als tierischer Mittelpunkt einer Familie.
Trotz seiner Gemütlichkeit und Verspieltheit braucht der Mops auch Auslauf. Zudem will der intelligente Hund beschäftigt werden.
Hier gilt es ein gesundes Maß zu finden. Denn durch die kurze Nase überhitzen die Tiere gerne.
Für sportliche Halter, die gerne Rad fahren oder joggen ist ein Mops deshalb nicht zu empfehlen. Passionierte Wanderer, die anstrengende Tagestouren absolvieren, sollten von dieser Rasse ebenfalls Abstand nehmen.
Und auch Menschen, die davon träumen, eine Hundesportart wie Agility auszuüben, finden im Mops nicht den geeigneten Partner.
Neben mäßiger, körperlicher Auslastung wollen Möpse auch geistig gefordert werden. Die intelligenten Tiere haben Spaß daran Tricks zu erlernen und beim Vorführen im Mittelpunkt zu stehen.
Erziehung und Sozialisierung
Auch bei kleinen Hunden wie dem Mops ist eine liebevolle aber konsequente Erziehung wichtig. Gerade der Mops schafft es dank seines bezaubernden Wesens seine Menschen locker um die Finger zu wickeln. Der Versuchung, dem kleinen Charmeur auch Verbotenes durchgehen zu lassen, solltest du unbedingt widerstehen.
Zudem neigen Möpse zur Selbstüberschätzung. Dies kann bei Begegnungen mit anderen Hunden zu Probleme führen. Eine zeitige und tierkundige Sozialisierung lässt diese Schwierigkeiten erst gar nicht entstehen.
Anschaffung und Besonderheiten
Das zerknautschte Gesicht der Möpse lässt sie drollig wirken. Es stellt jedoch auch ein gesundheitliches Problem dar. Neben Überhitzung sind Atemprobleme und lautes Schnarchen möglich. Gerade in Kombination mit Übergewicht kann es dann zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen
Keinesfalls solltest du einen Mops über Internetforen oder von Straßenhändlern kaufen. Häufig stammen solche Tiere von Vermehrern, die keinerlei Wert auf die Gesundheit der Tiere legen.
Tierheime kennen die ihnen anvertrauten Vierbeiner. Sie beraten dich und können schnell sagen, ob sie ein passendes Tier für dich haben.
Bei seriösen Züchtern steht das Wohl der Hunde im Vordergrund. Sie lassen sich Zeit mit der Auswahl der neuen Besitzer, sind Experten für die Rasse und beantworten deine Fragen geduldig. Ein seriöser Züchter schätzt ein erstes Kennenlernen vor dem Kauf und wird dir gerne seine Zuchttiere und deren Zuhause zeigen.

