Deutscher Boxer

Hunderasse Deutscher Boxer

Ist ein Deutscher Boxer im Haus, dann hat man es mit einem liebenswerten, kinderfreundlichen und verspielten Familienhund zu tun. Und das obwohl diese Hunderasse auf den ersten Blick ein wenig kantig und barsch wirken kann. Man sollte sich von der Optik des treuen Wachhundes jedoch nicht täuschen lassen.

Deutscher Boxer

Das ist der Ursprung der Rasse
Der Deutsche Boxer stammt von einer Hunderasse namens Brabanter Bullenbeißer ab. Diese Hunde wurden im Mittelalter an europäischen Adelshöfen gehalten, um ihre Besitzer bei der Wildschwein- oder Bärenjagd zu unterstützen. Auch für Schaukämpfe wurden sie eingesetzt. Seit 1850 kreuzte man die Hunde mit der Englischen Bulldogge. Das Ergebnis war der Deutsche Boxer, der ein wesentlich freundlicheres Wesen als seine Urahnen aufweist. Seit 1924 ist der Deutsche Boxer als Gebrauchshund im Rettungs- und Polizeidienst und auch als Blindenführhund zugelassen.

Freundlich, intelligent und wachsam
Der Deutsche Boxer besticht durch sein überaus gutmütiges Wesen. Daneben verfügt er über einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang und ist verspielt, weshalb er sich bestens als Spielgefährte für Kinder eignet. Außerdem hat er gegenüber seiner Besitzerfamilie einen starken Beschützer- und Wachsamkeitsdrang. Fremden gegenüber ist er somit zunächst einmal misstrauisch und abwartend eingestellt. Wittert er Gefahr, dann wird er seine Besitzer schützen. Ohne Grund ist er jedoch niemals aggressiv. Weiterhin ist diese Boxerrasse sehr lernfähig, hat aber auch einen Dickkopf. Auch ist ein noch unerzogener Vertreter der Rasse oftmals etwas ungestüm und schießt dann beim Spiel über das Ziel hinaus.

Für wen eignet sich diese Rasse am besten?
Deutsche Boxer integrieren sich hervorragend in die Familie, brauchen jedoch eine klare Führung. Wer noch nie einen Hund hatte, der sollte vor der Anschaffung eines Deutschen Boxers ehrlich überlegen, ob er diese Erziehungsaufgabe leisten kann. Denn der Deutsche Boxer ist nicht unbedingt ein Hund für Anfänger. In der Hundeschule sollte er in jedem Fall Basiskommandos und Gehorsam erlernen. Zu Hause gilt es das Erlernte konsequent durchzusetzen, sonst wird der Hund schnell der Chef im Haus. Auch sollte man viel Zeit für diesen Boxer haben, denn ist er nicht durch Bewegung und Spiel ausgelastet wird er schnell unruhig und hyperaktiv. Je mehr Familienmitglieder sich um den Familienhund kümmern können, desto besser. Hat er einen Garten, in dem er sich neben den täglichen langen Spaziergängen austoben kann, ist er besonders glücklich.

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So hält man diese Hunderasse richtig
Deutsche Boxer werden etwa zehn bis zwölf Jahre alt. Sie haben kurzes Fell, das keiner speziellen Pflege bedarf. Es reicht das Fell ab und an zu bürsten und nach Spaziergängen nach Zecken oder Kletten abzusuchen. Gegenüber Artgenossen ist der Deutsche Boxer aufgeschlossen, allerdings überfordert er andere Hunde mit seiner stürmischen Art leicht. Deshalb sollte man viel Zeit und Geduld in die Welpenerziehung investieren. Wer selbst sportlich aktiv ist kann den Boxer ohne Probleme zum Joggen oder Radfahren mitnehmen, er freut sich über die Bewegung. Auf Grund der hohen Aktivität braucht diese Hunderasse viele Nährstoffe und eine ausgewogene Ernährung. Am besten spricht man die passende Ernährung mit dem Tierarzt ab.

Wissenswertes, Daten und Fakten zur Rasse
Der Deutsche Boxer verfügt über ein plattes Gesicht mit ebenso platter Schnauze. Deshalb schnarchen und sabbern diese Hunde auch sehr häufig. Weiterhin sind Deutsche Boxer mindestens zwei-, manchmal auch dreifarbig. Ihre Hauptfarbe changiert von sand- bis rehfarben, dazu gesellt sich eine dunkle Maske. Manchmal haben sie auch weiße Zeichnungen und Flecken. Diese dürfen jedoch maximal ein Drittel des Körpers überziehen. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 56 bis 63 Zentimetern, Hündinnen werden 53 bis 59 Zentimeter hoch. Das Gewicht liegt bei 30 bis 34 Kilogramm bei Rüden und bei 23 bis 27 Kilogramm bei Hündinnen. Der Körperbau des Tieres ist bei richtiger Ernährung und Auslastung schlank und muskulös. Die Ohren liegen am Kopf an und hängen ein wenig. Im sehr kalten Gefilden fühlt sich diese Boxerart übrigens nicht sonderlich wohl. Auf Grund ihrer sehr kurzen Haartracht frieren die Vertreter der Rasse bei Kälte leicht und es besteht die Gefahr, dass sie sich verkühlen. Wie andere Boxer auch neigt der Deutsche Boxer zu allgemeinen Gelenkerkrankungen und Arthrose. Bei älteren Hunden treten nicht selten Tumor- oder Herzerkrankungen auf. Wer sich einen Deutschen Boxer anschaffen möchte sollte nur bei einem zertifizierten Züchter kaufen. Der Preis liegt bei etwa 1.000 Euro.