Nicht erst seit der Coronapandemie sind Hunde vor allem als Haustiere und Freund des Menschensehr äußerst beliebt. Es gibt unzählige Rassen unterschiedlichster Größen, Fellfarbe, Wesen und Eigenheiten. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich ein neues bellendes Familienmitglied anzuschaffen, der sollte sich vorab gut über Rassen informieren, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Zwangsläufig wird man irgendwann auch auf die Rasse des Golden Retriever stoßen, die mittlerweile weltweit zu einer der gefragtesten Hunderassen zählen dürfte. Im Folgenden wirst du also nun die wichtigsten Facts rund um die beliebten Haustiere kennenlernen:
Golden Retriever sind mittelgroß und ihr Körper ist muskulös und kräftig. Das Fell ist in den meisten Fällen leicht wellig und kann farblich Gold bis hin zu Creme ausgeprägt sein. Im Bereich des Bauches, der Vorderseite der Vorderpfoten sowie an der Unterseite des Schwanzes zeichnet sich das weiche Fell durch etwas längere Haare aus. Generell verfügt diese Rasse körperlich über eine sehr gute Ausdauer und Vitalität.
Im Zuge der Züchtung sind drei Unterrassen entstanden: der Britische, Amerikanische und Kanadische Golden Retriever. Primär lassen diese sich anhand der Größe und Fellfarbe unterscheiden. Das hellste Fell hat die britische Variante des Golden Retriever, deren Schädel auch etwas breiter ist. Der Amerikanische Golden Retriever zeichnet sich durch dunkleres Fell in glänzendem Gold aus. Sein Körper ist dafür weniger muskulös und wirkt eher schlaksig.
Der Kanadische Golden Retriever ist der größte von den dreien und hat ein dünneres Fell. Rüden können bis zu 61 cm und Hündinnen an die 57 cm Widerristhöhe erreichen.

Geschichte und Herkunft der Rasse
Die Geschichte der Rasse geht bis ins 19. Jahrhundert auf Dudley Majoribanks, 1. Baron Tweedmouth, zurück, der laut seinen Aufzeichnungen seinen gelben Retriever 1864 mit der heute ausgestorbenen Rasse Tweed Water Spaniel kreuzte.
Die offizielle Anerkennung als neue Rasse erfolgte 1913, aber die Bezeichnung „Golden Retriever“ etablierte sich in den 1920er Jahren.
Der Grund für die Züchtung liegt vor allem in der Jagd. Dort wurde die Rasse früher eingesetzt um erlegte Tiere wie etwa Wasservögel zu apportieren bzw. herbeizubringen. Mit dem Bedeutungsverlust der Jagd als Freizeitbeschäftigung fand die Rasse besonders zu Beginn der 1990er Jahre seinen Weg in die Haushalte und Familien. Zunächst vor allem in England und den USA, später aufgrund zahlreicher Auftritte in Werbe- und Spielfilmen auch zunehmend weltweit.
Nichtsdestotrotz wird auch heute noch die Haltung als Nutztier betrieben: Heutzutage findet man viele Golden Retriever in der Rolle als Spür-, Blinden- oder Suchhund wieder.
Charakter und Wesen
Der Golden Retriever gilt besonders gut für Familien geeignet, da sie sich durch ihre ruhige, aufmerksame, aufgeschlossenen und freundliche Art auszeichnet. Golden Retriever verspüren scheinbar ein ausgeprägtes Bedürfnis, ihren Besitzern bzw. Herrschen zu gefallen. Das macht sie sehr gut trainierbar und die Abrichtung recht einfach. Golden Retriever sind zudem sehr neugierig, aktiv, lieben Arbeit sowie Beschäftigung und können sich sehr gut konzentrieren.
Haltung und Gesundheit
Wie bereits erwähnt, wurden Golden Retriever ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet. Daher benötigen sie mehr Aktivität, die über das Gassi-Gehen hinausgeht. Das macht die Haltung sehr trainings-, zeit- und bewegungsintensiv. Bei Unterforderung, sowohl körperlich als auch geistig kann ein Golden Retriever untypisch oder unerwünschte Verhaltensmuster zeigen und entwickeln.
Bei guten Haltungsbedingungen und guter Pflege kann ein Tier dieser Rasse zwischen 10 und 14 Jahren alt werden, wobei knapp über die Hälfte der Tiere tatsächlich keine zehn Jahre alt werden. Die allermeisten Golden Retriever sterben internationalen Studien zufolge an Krebs-Erkrankungen. Besonders häufig von bösartigem Zellgewebe betroffen sind Knochen, Blut und das Lymphgewebe der Tiere. Außerdem zählen beispielsweise unter anderem Fehlbildungen am Hüftgelenk, dem Ellenbogen, der Netzhaut sowie Epilepsie zu den am weitesten verbreiten Erberkrankungen der Rasse.

